Hochzeitsbaum

Symbolträchtig, nachhaltig & besonders: So findest du den richtigen Hochzeitsbaum

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Wenn du dem Brautpaar anlässlich seines großen Tages ein besonderes Geschenk machen möchtest, ist ein Hochzeitsbaum das perfekte Präsent. Als Hochzeitsgeschenk ist er nicht nur nachhaltig, sondern vor allem symbolträchtig. Welche Bedeutung ihm zukommt, haben wir hier für dich zusammengefasst.

Das Verschenken eines Hochzeitsbaums hat eine lange Tradition. Sie baut auf der alten Redensart auf, dass ein Mann in seinem Leben drei Dinge getan haben sollte: ein Haus bauen, ein Kind zeugen und einen Baum pflanzen. Bis heute hat dieser Brauch einen festen Platz in unserer Gesellschaft. Meist wird der geschenkte Setzling noch am Tag der Hochzeit vom Brautpaar gepflanzt. Wie der Baum soll auch die Ehe immer weiter wachsen und stärker werden. Gleichzeitig ist er eine Metapher dafür, dass nicht nur er, sondern auch die Ehe “gegossen” – sich also um sie gekümmert – werden muss.

 

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Hochzeitsbäume: Die unterschiedlichen Bedeutungen

Wenn du einen Hochzeitsbaum verschenken möchtest, solltest du die Bedeutung deiner gewählten Baumart genau kennen.

Der Olivenbaum

Bereits in der Bibel wurde der Olivenbaum oft als ein Symbol für Leben und Fruchtbarkeit gesehen. Er soll nicht nur die blühende Liebe und das Wachstum der Ehe symbolisieren. Der Olivenbaum ist fruchtbar und gleichzeitig beständig – Dinge, die auch dem Brautpaar in ihrer Liebe helfen sollen.

Der Apfelbaum

Der Apfelbaum ist der Symbol-Baum für Liebe und Ehe. Seine weißen, markanten Blüten stehen für Fruchtbarkeit und Schönheit. Gleichzeitig symbolisiert er die Zuversicht in das Leben und in die Natur. Es ist ein alter Brauch, diesen Hochzeitsbaum mit seinen Trauzeugen, der Familie oder engen Freunden einzupflanzen.

Die Weide

Die Weide ist nicht nur der Baum der Dichter und Denker, sie soll auch vor Eifersucht schützen und ist ein Zeichen des Frühlings und der Hoffnung. Aber Achtung: Trotz der schönen Bedeutung solltest du das Wurzelwerk nicht unterschätzen. Die Wurzeln ziehen nicht nur viel Wasser aus dem Boden, sie bahnen sich auch ohne Rücksicht ihren Weg durch die Erde.

Der Ginkgobaum

Bereits Johann Wolfgang von Goethe ist wegen seiner ungewöhnlichen Blätter auf den Ginkgobaum aufmerksam geworden. Der Dichter verglich sie mit der Liebe zu seiner Auserwählten: Sie sehen aus wie zwei, aber sind dennoch Eins. Dieser Hochzeitsbaum symbolisiert den Wunsch nach einem langen Leben.

Hochzeitsbaum
Symbolträchtig: Die Blätter des Ginkgobaums sehen aus wie zwei, aber sind dennoch Eins. ©iStock/weisschr

Die Eiche

Die Eiche wird nicht nur “Herrscherin des Waldes” genannt, sie steht auch für Treue und verspricht dem Volksmund nach, ehrlichen und mutigen Menschen Schutz und Gastfreundschaft zu gewähren. Sie symbolisiert Kraft und Beständigkeit – Eigenschaften, die auch den Frischvermählten in ihrer Ehe sicher helfen können. Wie die Eiche soll auch die Ehe Gegenwind und Dürreperioden überstehen, ohne Schaden zu nehmen.

Die Eberesche

Auch die Eberesche zählt zu den Lebensbäumen und steht neben Kraft auch für Schönheit und Feingefühl. Glaubt man einem alten Aberglaube, soll sie die Menschen und ihr Hab und Gut vor Blitzeinschlägen und bösem Zauber schützen. Ihre Beeren hingegen sollen Wunden heilen können und das Leben verlängern. Bei den Früchten der Eberesche gilt jedoch Vorsicht: Die ungekochten Beeren, die als leicht giftig für den Menschen gelten, können bei größerem Verzehr zu Magen- und Darmproblemen führen. Das solltest du den Beschenkten vorsichtshalber auf jeden Fall mitteilen.

Der Haselnussbaum

Weisheit und Wahrheit, das sind zwei Attribute, mit denen der Haselnussbaum verbunden wird. Als Hochzeitsbaum soll er das Ehepaar daran erinnern, besonnen und ehrlich zu sein und den Entdeckersinn zu wahren. Der “weise Baum” steht auch für Fruchtbarkeit, Frühling sowie Glück und soll in seinem Kern all das Gute gespeichert haben.

Die Birke

Die Birke soll dem Ehepaar dabei helfen, böse Geister von seinem Grund und Boden fernzuhalten. Wie die Ehe wird auch dieser Hochzeitsbaum erst mit den Jahren widerstandsfähiger. Er symbolisiert Sanftmut und Frühling und steht gleichzeitig auch für Kraft.

Hochzeitsbaum
Der Hochzeitsbaum muss nicht zwingend am Tag der Trauung vom Brautpaar gepflanzt werden. ©iStock/Pattanaphong Khuankaew

Die besten Wünsche mit dem Hochzeitsbaum ausdrücken

Möglicherweise ist der Brauch des Hochzeitsbaums nicht jedem Hochzeitspaar bekannt. Um auf Nummer sicher zu gehen, kannst du deinem gewählten Baum eine individuelle Karte samt passendem Spruch beifügen, der die Symbolik des Setzlings unterstützt – hier ein Beispiel:

“Eure Ehe soll sein wie dieser Baum: Unerschütterlich verankert in Liebe, biegsam im Sturm des Lebens, ein Ort der Geborgenheit, reich erfüllt mit Momenten des Glücks und der Zärtlichkeit.”

Tipp: Informiere dich darüber, welchen Standort der jeweilige Hochzeitsbaum benötigt, um die besten Chancen zum Wachsen zu haben. So kannst du auch das Brautpaar bei der Standortwahl bestens beraten.

Der Hochzeitsbaum als individuelles Gästebuch

Mittlerweile hat sich auch ein weiterer Hochzeitsbaum auf Hochzeiten etabliert. Dieser wird allerdings nicht gepflanzt, sondern meist gemalt oder gestempelt – wie zum Beispiel der Fingerabdruck-Baum. Das persönliche und sehr individuelle Gästebuch kann in den unterschiedlichsten Designs online bestellt werden. Bei der Hochzeit drückt dann jeder Gast seinen Finger, den er vorher mit Farbe bestrichen hat, auf das Bild und kreiert so eine unvergessliche Erinnerung an den besonderen Tag.

 

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Wir hoffen, du hast den passenden Hochzeitsbaum mit der richtigen Bedeutung gefunden und wünschen dir eine unvergessliche Hochzeitsfeier sowie viel Spaß beim Einpflanzen!

Headerbild: ©iStock/joshuaraineyphotography