Brautkleid Standesamt

Dein Brautkleid für das Standesamt: Tipps und schöne Modelle

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Eine Hochzeit im Standesamt ist nur ein bürokratischer Akt? Muss es nicht, wenn ihr die Zeremonie zu etwas Besonderem werden lasst. Und zwar auch von dem Brautkleid, das im Standesamt seinen großen Auftritt hat. Tipps für schöne Kleider und Stile gibt es hier.

Bilder von üppigen Prinzessinnenkleidern mit riesiger Schleppe prägen unser Bild einer Traumhochzeit – und entsprechende Bilder sehen wir meist aus der Kirche. Wenn es um das Brautkleid für das Standesamt geht, herrscht bei vielen Bräuten allerdings häufig Unsicherheit. Darf das Kleid bei der standesamtlichen Trauung auch so pompös, ausladend und verspielt sein? Müssen es immer zwei Kleider werden – und welcher Look ist angemessen? An dieser Stelle sei bereits gesagt: Erlaubt ist, was gefällt. Es ist DEIN Tag als Braut. Und auch, wenn du nicht kirchlich oder mit einer anderen großen Zeremonie heiratest, kann du trotzdem genauso viel Wert auf dein Kleid legen wie andere Bräute auch. Trotzdem gibt es einige Tipps und Trends, die dir die Entscheidung für dein Standesamtkleid zur Hochzeit vielleicht erleichtern.

Brautkleid Standesamt
Hut und verspieltes Boho-Kleid? Auch das kann die Braut im Standesamt tragen. ©iStock

Mit Kleid im Standesamt Bein zeigen

Die Herzen vieler Bräute schlagen für Trauungen im Frühling und Sommer. Wer möchte seinem Liebsten nicht bei schönstem Wetter die ewige Liebe schwören? Mit den steigenden Temperaturen werden die Kleider bekanntlich etwas kürzer – auch am Hochzeitstag, an dem die Braut natürlich nach Lust und Laune Bein zeigen darf. Besonders beliebt sind beim Standesamt-Brautkleid Midi-Längen, wie zum Beispiel beim edlen Etuikleid, das die perfekte Wahl für Frauen ist, die es klassisch mögen. Und Brautkleider, die nicht extrem bauschig und breit ausfallen, haben im Standesamt einen weiteren Vorteil: Dort ist oft schlicht nicht so viel Platz. Und man möchte ja nicht mit seinem Reifrock an jedem Türrahmen und jeder Stuhllehne hängen bleiben.

Brautkleid Standesamt
Im Standesamt können Bräute auch mal Bein zeigen. ©DmitriiSimakov/ iStock

Besonders kleinere Frauen profitieren von kürzeren Brautkleider-Modellen, die den Körper optisch strecken. Im Standesamt sind nämlich auch Mini-Kleider erlaubt und gern gesehen. Frauen, die es dementsprechend sexy und verspielt mögen, sollten aber auf die Balance achten. Wer viel Haut am Bein zeigt, sollte auf ein tiefes Dekolleté oder einen tiefen Ausschnitt am Rücken verzichten. Zudem vermeiden unkonventionelle Schnitte wie weite A-Formen, dass kurze Brautkleider im Standesamt zu freizügig wirken.

Elegantes langes Standesamtkleid

Natürlich darf das Brautkleid auch im Standesamt lang und romantisch sein. Zu dieser Variante greifen vor allem Frauen, die beispielsweise nur standesamtlich heiraten und mit ihrem Outfit an diesem Tag ein unvergessliches Statement setzen wollen. Wenn Frauen groß gewachsen sind, eignet sich ein bodenlanges Kleid, das weit ausgestellt und an der Hüfte mit einem Band oder Gürtel unterbrochen wird. Das setzt nicht nur Akzente, sondern zaubert auch perfekte Proportionen. Kleine Frauen wirken hingegen mit fließenden langen Kleidern und V-Ausschnitt größer.

 

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Welcher Stil darf es sein? Und lieber Spitze oder Satin?

Damit das Brautkleid perfekt zum Anlass im Standesamt passt, sollte es nicht zu überladen oder kitschig wirken, trotzdem aber edel und feierlich sein. Einfache und minimalistische Designs aus Seide, Satin, mit Spitze oder Leinen wirken zugleich elegant und lässig. Kleider mit Stoffen wie Chiffon oder Tüll sowie auffällige Details geben hingegen mehr Volumen, was für einige Frauen im Standesamt zu auffällig ausfallen dürfte.

Tipp: Du suchst noch Ideen für deine Hochzeit? Hier gibt es Inspirationen.

Hosenanzug statt Brautkleid

Nicht jede Frau sieht sich an ihrem Hochzeitstag in einem Brautkleid, was bei der traditionellen Hochzeit ja quasi Pflicht ist. Oder überhaupt in einem Kleid. Im Standesamt sind aber auch unkonventionellere Outfits angemessen. Deswegen sind Zweiteiler, Hosenanzüge oder Jumpsuits für die avantgardistische Braut eine wunderbare Möglichkeit, um einen Hauch von Extravaganz zu versprühen, ohne dabei zu prinzessinenhaft oder möglicherweise verkleidet zu wirken. Besonders elegant wird es mit Kombinationen aus Blazer und Marlenehose. Einteiler mit transparenten oder Spitzen-Details, Capes oder angenähten Schleppen garantieren einen extravaganten Auftritt. Es müssen nicht immer Kleider sein!

 

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Im Standesamt darf es auch etwas Farbe sein

Im Gegensatz zur großen Hochzeit muss es beim Standesamtkleid nicht immer das klassische Weiß sein. Zu den bewährten Tönen gehören sanfte Töne wie Elfenbein und Creme, aber auch kräftigere Nuancen wie Lavendel, Rosé, Beige, Minze oder Rauchblau. Sie bringen etwas Farbe in die womöglich triste Behörde. Experimentierfreudige Damen können auch mal zu einem Kleid in knalligem Sonnengelb greifen. Hier ist allerdings Vorsicht geboten, weil es an diesem Anlass schnell zu aufdringlich wirken könnte. Deswegen gilt: Mit Pastelltönen kann Frau bei ihrem Brautkleid für das Standesamt nichts falsch machen.

 

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Besondere Details peppen jedes Kleid auf

Statt mit großen Gesten punkten Standesamt-taugliche Kleider mit dezenten Details, die aus dem einfachen Look ein einzigartiges Braut-Styling schaffen. Märchenhaft und romantisch wird es beispielsweise mit dekorativen Ärmel wie Puff-, Trompeten- oder verzierten Ärmeln aus feinster Spitze. Auch schlichte Perlen- und Paillettenverzierungen sowie Cut-outs, transparente Stellen und kleine Blümchenaufnäher zaubern einen individuellen und femininen Look, der die Persönlichkeit der Braut modisch unterstreicht.

Brautkleid Standesamt
Es muss nicht immer weiß sein – zarte Pastelltöne sind für das Standesamt-Brautkleid ebenfalls schön. ©Pekic/ iStock

Accessoires für Brautkleider

Natürlich sollten der Braut bei ihrem Styling keine Grenzen gesetzt werden. Allerdings kommen Schleier bei der Trauung im Standesamt eher selten zum Einsatz. Doch beim Haarschmuck der Braut, der passend zum Brautkleid gewählt wird, kann sich Frau trotzdem austoben und tief in die modische Trickkiste greifen. Zu Roben, die besonders minimalistisch gehalten sind, eignen sich zum Beispiel aufwendige Fascinator mit Netzstoffen. Neben Hut-Modellen sind auch Haarreifen in der Form von gedrehten Schleifen eine tolle Variante für Brautkleider und Stile, die insgesamt auffälliger sind. Etwas zurückhaltender, aber nicht weniger aufregend wird es mit breiten Haarbändern, funkelnden Clips oder Blumenkränzen im Boho-Stil.

Was soll ein Standesamt-Brautkleid kosten?

Und zum Schluss gibt es noch eine gute Nachricht: Für die Brautkleider im Standesamt musst du nämlich meist gar kein Vermögen ausgeben. Preislich liegt ein festliches Kleid jenseits der üppigen Schleier-Variante meist zwischen 100 und 600 Euro. Vor allem online lassen sich immer wieder einige tolle Schnäppchen finden. Doch das digitale Shopping sollte zeitig durchgeführt werden. Plane immer auch verzögerte Lieferzeiten und einen Gang zum Schneider mit ein. Dann steht dem großen Tag mit dem perfekten Brautkleid im Standesamt nichts mehr im Wege.

Headerbild: ©vivanity/ iStock