Hochzeitsfrisuren

Hochzeitsfrisuren: Tipps für Schnitte, Styles und Accessoires

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Hochzeitsfrisuren beschäftigen manche Bräute fast so lange wie die Kleiderwahl. Und auch der Bräutigam braucht die passende Frisur. Hier bekommt ihr Tipps und Ideen, die euch bei der Auswahl und dem Styling helfen.

Hochgesteckt oder offen getragen, kurz oder lang – und was ist eigentlich mit Schmuck und Accessoires? Hochzeitsfrisuren sind nicht etwa ein unwichtiges Detail, sie komplettieren den Gesamtlook von Braut und auch Bräutigam. Nur wenn ihr euch auch mit euren Haaren zur Hochzeit rundum wohlfühlt, könnt ihr diesen besonderen Tag in vollen Zügen genießen. Wenn ihr euch noch nicht entschieden habt, kommen hier ein paar hilfreiche Tipps und Inspirationen, um den perfekten Hairstyle zu finden, der wirklich zu euch passt: Schnitte, Styles und Accessoires für lange, mittellange und kurze Haare – und auch die besten Hochzeitsfrisuren für ihn.

Die idealen Hochzeitsfrisuren: Tipps für die Suche

Hochsteckfrisur oder offene Haare? Mit Accessoires wie Blumen oder Schleier oder ganz schlicht? Frisur und Kleid sollten idealerweise zusammenpassen – und vor allem den Charakter der Braut unterstreichen. Zudem ist es wichtig, dass das gewünschte Styling auch zur Haarstruktur der Braut passt. Dickes, festes Haar lässt sich anders frisieren als feines.

Merke: auffälliges Outfit, schlichte Hochzeitsfrisur

Bei einem opulenten Traumkleid mit einem großen Anteil an Spitze oder einem ausladenden Rockteil aus Tüll empfiehlt es sich, eine relativ klassische, elegante und schlichte Hochzeitsfrisur zu wählen. So bleibt der Fokus hauptsächlich auf dem Kleid. Wer aber den Romantik-Look noch mit dem Hairstyling unterstreichen möchte, kann sich für eine Flechtfrisur entscheiden: Ein Bauern- oder Fischgrätenzopf, locker geflochtene Hochsteckfrisuren sowie ein geflochtener Kranz machen den Märchenprinzessinnen-Look komplett.

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Kostyazar/ iStock

Ein schlichtes Brautkleid macht sich gut mit Hochsteckfrisuren

Zu einem schlichten oder modern geschnittenen Brautkleid ohne verspielte Elemente passen Hochsteckfrisuren wie der Top Knot – ein hoher Dutt –, ein cooler Sleek-Look, der zum Beispiel mit einem extremen Seitenscheitel gestylt wird, oder eine Frisur mit Haar-Accessoires wie einem Satinband, einem Haarreif oder Blumen.

Hochzeitsfrisuren: Diese Styles gibt es

Generell gilt für alle Haarlängen: Alles, was man am Hinterkopf toupieren kann, bringt mehr Volumen. Macht euch Gedanken darüber, ob ihr für die anstehende Hochzeitsfrisur vielleicht einen Haarschnitt braucht – oder, ob die Haarlänge bereits die richtige ist. Ist Ersteres der Fall, sollte dieser Termin ein paar Tage vor der finalen Hochzeitsfrisur stattfinden, sodass sowohl der Friseur genug Zeit hat als auch du selbst, um den passenden Look für die neue Länge oder den neuen Schnitt zu finden.

Für lange Haare:

  • offen getragen

Sie sind ein Dauerbrenner und nach wie vor die beliebteste Wahl in Sachen Hochzeitsfrisuren: ob modern mit Beach Waves, schlicht und glatt oder wild gelockt – bei Looks für lange Haare werden diese oft in Schichten bearbeitet, sodass mehr Volumen entsteht. Bei langem Haar mit etwas dünnerer Struktur können ein paar dicke, lange Locken ergänzt werden, um dem Look Fülle zu verleihen.

Hochzeitsfrisur
ParfonovaIuliia/ iStock
  • halboffene Haare

Viele Bräute entscheiden sich für eine halboffene Brautfrisur. Sie ist der ideale Mittelweg zwischen der Hochsteckfrisur und großen Wellen im Boho-Style. Ob in Kombination mit geflochtenen, gedrehten Elementen oder Haar-Accessoires, halboffene Hochzeitsfrisuren können in unterschiedlichsten Looks getragen werden.

Haarschmuck wie ein Schleier, Blumen oder ein Reif lässt sich übrigens bestens in halboffene Haare einarbeiten – trotzdem bietet die Frisur weiterhin perfekten Halt.

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Mittellanges Haar

Bei offenen Haaren kann man schnell zu einem zauberhaften Look gelangen. Beach Waves und ein Blumenkranz reichen oft schon aus, um eine schöne Hochzeitsfrisur zu kreieren – besonders bei Hochzeiten im Sommer passt dieser Style zum Ambiente. Der Look ist besonders für mittellanges Haar geeignet, weil sich die Wellen und Locken nicht so schnell aushängen. Bei einem Brautkleid mit tiefem, schönem Rückenausschnitt wäre es schade, wenn dieser durch eine offene Hochzeitsfrisur verdeckt wird.

  • der Klassiker: hochgesteckte Hochzeitsfrisuren

Sie sind elegant und lassen häufig dem Brautkleid den optischen Vortritt, denn Hochsteckfrisuren highlighten vor allem Schulterpartie und Ausschnitt der Braut, da sie den Blick auf den Hals freigeben: Ein tiefer Chignon oder ein etwas lockerer, lässiger Dutt – Hochsteckfrisuren sind schlicht, klassisch und passen nahezu zu jedem Kleid.

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Kurzes Haar

Wer seine kurzen Haare liebt, kann sich über tolle Looks und schöne Alternativen zu den üblichen Styles freuen. Denn auch kurze Haare kann man in bezaubernde Hochzeitsfrisuren verwandeln. Dabei gilt: Je schlichter die Frisur selbst, desto auffälliger kann der Haarschmuck ausfallen. Ein glamouröser Look lässt sich beispielsweise durch elegante Wasserwellen zaubern. Das Deckhaar sollte dabei nicht kürzer als fünf Zentimeter sein.

 

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Aus dünn mach üppig: Haarteile, Extensions und Duttkissen

Du hast eigentlich kurzes Haar, möchtest am großen Tag aber eine Flechtfrisur? Oder dein Haar ist sehr dünn und du hast Angst, dass die Locken nicht halten? Fast jedes “Problem” kann mit Haarteilen, Extensions oder Duttkissen gelöst werden. Wichtig: Bei deiner Hochzeit solltest du auf Profis vertrauen. Schlecht befestigtes, rutschendes Kunsthaar, fiese Kleberückstände von den Extensions oder die falsche Farbe verderben den schönen Look nämlich ruckzuck!

  • Haarteile: besonders für dünnes Haar geeignet, das mit Kunsthaar praktisch aufgefüllt wird
  • Duttkissen: runde, weiche Helferlein, auch Haardonut genannt. Der Zopf wird durch die Öffnung gesteckt und das Haar nach und nach um das Kissen gewickelt, bis ein dicker, gleichmäßiger Dutt entsteht. So wird aus einem dünnen Pferdeschwanz ein stabiler, schöner Dutt
  • Extensions: Sozusagen die Premium-Variante des Haarteils. Extensions stehen für eine Haarverlängerung, die der Profi mit Echt- oder Kunsthaar durchführen kann
  • sie können ins Haar geklebt oder gewebt werden – wie viele Haarteile ihr dafür braucht, hängt von Ausgangslänge und -volumen ab – sprich: Sie können eure Hochzeitsfrisur einfach nur verdichten oder tatsächlich aus einer halblangen eine lange Mähne zaubern
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Open-Air-Hochzeit – windfeste Hochzeitsfrisuren

Flechtfrisuren eignen sich besonders für Hochzeiten unter freiem Himmel. Je weniger der Braut die Haare im Gesicht herumfliegen, desto entspannter kann sie der Zeremonie folgen und den Tag genießen. Das klappt am besten mit Flechtfrisuren. Ein Kordelzopf, ein Fischgrätenzopf oder klassische French Braids – die Flechtfrisur, die am besten zu eurem Hochzeitsstil passt, findet sich sicher.

Wer macht die Hochzeitsfrisur?

Sind genug Frisur-Inspirationen gesammelt, kannst du einen Probetermin beim Friseur ausmachen – sinnvoll ist das sechs bis acht Wochen vor der Hochzeit. Am besten bringst du ein bis zwei Fotos vom Kleid mit, ebenso wie die Frisurenbeispiele, die du gefunden hast. Wer einen Schleier oder anderen Haarschmuck tragen will, sollte diese auch unbedingt an dem Termin dabeihaben. Gemeinsam mit dem Profi könnt ihr nun besprechen, welche der Hochzeitsfrisuren am besten realisierbar ist. Vielleicht hat der Experte einen Tipp, auf den du selbst nicht gekommen wärst.

Kosten für eine professionelle Hochzeitsfrisur

Pauschal lässt sich das schwer sagen, da jeder Friseur unterschiedliche Preise hat und oft Pakete zur Hochzeit anbietet. Aber grob kann eine aufwendigere Brautfrisur inklusive dem Probetermin durchaus 200 bis 300 Euro kosten – je nachdem, ob die Haare auch noch gefärbt werden sollen und der Haarschmuck vor Ort gekauft wird.

Wer eine Haarverdichtung oder sogar eine Haarverlängerung plant, muss mit deutlich mehr rechnen. Extensions beginnen bei etwa 250 Euro und können – bei hochwertigem Echthaar – bis zu 800 Euro und mehr kosten.

Tipp:
Komplettpakete, die sowohl die Hochzeitsfrisur als auch das passende Braut-Make-up beinhalten, können insgesamt etwas günstiger sein, als wenn man beides bei unterschiedlichen Shops plant. Hier kann der Preis grob zwischen 300 und 400 Euro liegen.

Oder doch selbst frisieren?

Traut man sich und seinen Fähigkeiten zu, die Hochzeitsfrisur selbst zu gestalten, spart man nicht nur Geld, sondern kann auch seiner Fantasie freien Lauf lassen. Dennoch empfiehlt es sich, einen Freund oder eine Freundin dazuzuholen, die gegebenenfalls assistieren kann.

Accessoires für Hochzeitsfrisuren

Glamour kommt mit Haarschmuck: Haarreifen, Bänder, Blüten, Perlen, kleine Schleier zum Feststecken – abgestimmt auf den Stil des Brautkleids. Das funktioniert auch für kurzes Haar.

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Liyasov/ iStock

Schleier, Blumen, Klammern & Co.

Kaum ein anderes Accessoire passt sowohl inhaltlich als auch optisch besser zum Event: Wer sich für einen Schleier im Haar entscheidet, sollte beim Styling zwischen Standesamt und Kirche unterscheiden: Bei Hochzeiten auf dem Standesamt greifen viele Bräute eher zu einem kurzen Schleier oder einem anderen eleganten Headpiece – etwa einem Fascinator.

Lange Schleier eignen sich eher für kirchliche oder freie Trauungen. Nicht zuletzt, weil ein üppiger Schleier, der bis zum Boden reicht, nur beim langsamen Einmarsch in die Kirche wirklich zur Geltung kommt – wir erinnern uns an die royalen Hochzeiten von Meghan und Kate. An einer Hochsteckfrisur lässt sich ein Schleier am besten anbringen. Den zarten Stoff kann man dabei entweder über oder unter dem Haarknoten befestigen. Ein Kammschleier wird in beiden Varianten so in die Hochsteckfrisur eingearbeitet, dass nach der Zeremonie ein einfaches Entfernen möglich wird – sofern die Braut das möchte.Es ist natürlich auch möglich, den Brautschleier in offenem Haar einzuarbeiten. Dann sollte der Schleier aber leicht und nicht zu lang sein, sonst besteht die Gefahr, dass er herausrutscht. Ein zu locker sitzender Schleier kann mit ein paar zusätzlichen Haarnadeln fixiert werden.

Frisuren für den Bräutigam

Ist der richtige Anzug ausgewählt, stellt sich auch für den Bräutigam die Frage, wie er seine Haare stylt.

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Kurzhaarschnitt

Der Klassiker auf einer Hochzeit ist der Kurzhaarschnitt mit Seitenscheitel – er muss im Schnitt perfekt an die Kopfform abgestimmt werden. Das Haar am Oberkopf sollte dabei etwa fünf Zentimeter getrimmt werden. Die Seiten fallen etwas kürzer aus – vom Scheitel bis zu den Ohren abnehmend.Side-Swoop-Frisuren sollten unbedingt gut fixiert werden, sodass der Bräutigam nicht ständig mit der Hand durch die Haare gehen muss, um die Strähnen aus dem Gesicht zu streichen. Glanz ist dabei durchaus angebracht – ein mattes Gel oder ein Haarwachs wirkt dabei retromäßig-cool. In Kombination mit einem Dreitagebart kann man den Look noch zusätzlich lässig gestalten.

 

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Mit Pony

Der perfekte Gentleman-Look: Pompadour-Frisuren ließen schon in den 50er-Jahren Frauenherzen höherschlagen und eignen sich auch perfekt als Hochzeitsfrisur. Hierbei kann der Pony mit einer Tolle nach hinten gekämmt werden.

Moderner wird der Look, indem der Pony lässig zur Seite gekämmt wird. Lässt man dabei ein paar Strähnen leicht ins Gesicht fallen, wirkt das noch verführerischer.

Mindestens ein bis zwei Tage vor der Hochzeit sollte sich der Bräutigam den Nacken und die Koteletten rasieren lassen. Dann sieht es nicht mehr allzu frisch, aber trotzdem gepflegt aus.

Schön entspannt bleiben!

Na, schon entschieden? Wichtig ist, dass ihr euch Zeit und Raum für zwei bis drei Probefrisuren lasst. Vereinbart entweder einen Termin bei eurem favorisierten Friseur oder probiert selbst ein paar Looks vor dem Spiegel zu Hause aus. Holt euch bestenfalls eine Freundin dazu, deren Meinung ihr bei der Entscheidung mit einfließen lassen könnt – oder, die bei Styling daheim mit Hand anlegen kann. So könnt ihr zusammen und in Ruhe schauen, welche der Hochzeitsfrisuren zum Brautkleid – und vor allem zu euch – passt und typgerecht ist.

Headerbild: Kostyazar/ iStock