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Konfirmation: Die wichtigsten Fakten zu der feierlichen Segnung

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Die Konfirmation zählt zu den bedeutendsten Festen der evangelischen Kirche. Wo sie ihren Ursprung findet und wie die Einsegnung genau abläuft, erfährst du hier. 

Ihren Ursprung hat die Konfirmation bereits im 16. Jahrhundert. Bis heute zählt sie zu einem der wichtigsten Feste, die protestantische Familien feiern. Das “Ja” zu Gott und dem Glauben ist ein ganz besonderer Moment – und das sowohl für den Konfirmanden selbst als auch für die Lieben, die diesen Tag mit ihm verbringen.  

Ursprung der Konfirmation 

Der Begriff Konfirmation kommt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie “Befestigung” oder “Stärkung” – und das passt perfekt zur Geschichte, die dahintersteckt. Zu Zeiten der Reformation rebellierte die Bewegung der Täufer. Der Grund: die Taufe von Babys. Diese war in ihren Augen falsch, da nur der getauft werden könne, der auch glaube – ein Kleinkind oder gar ein Baby könne dies schlicht noch nicht. Die Reaktionen der Gesellschaft waren allerdings anders, als die Täufer es wahrscheinlich erwartet hatten: Sie wurden für ihre Ansichten verfolgt und zum Teil auch Schlimmeres. 

Der Landgraf Philipp von Hessen hatte genug von der Gewalt und holte sich Hilfe beim Reformator Martin Bucer, der zwischen den aufgebrachten Fronten vermitteln sollte. Und er hatte Erfolg: Er schlug vor, die Jugendlichen zum sogenannten Katechismusunterricht zu schicken. Am Ende sollte dieser symbolisch vor dem ganzen Dorf oder der Gemeinde enden. So bekamen die bereits Getauften die Chance, noch einmal “Ja” zu ihrer Taufe und zu Gott zu sagen – die Geburtsstunde der Konfirmation.  

Konfirmation: Die ersten Schritte zum Eintritt in die Kirche 

Heutzutage gehört die Konfirmation zum Alltag von vielen Kindern und Jugendlichen. Üblicherweise werden sie mit 14 Jahren konfirmiert, denn in diesem Alter erlangen sie die uneingeschränkte Religionsmündigkeit – und haben damit alle Rechte innerhalb der evangelischen Kirche. Aber auch hier kann es Unterschiede in den jeweiligen Gemeinden geben. Die Einladung zum Konfirmandenunterricht wird meist per Brief zugestellt. Manchmal kann es aber auch sein, dass der Pfarrer sich zu einem persönlichen Gespräch anmeldet. Solltest du unsicher sein, wann der richtige Zeitpunkt ist, kannst du dich immer an die Gemeinde wenden, um dir Informationen zu holen.  

Während es früher Pflicht gewesen ist, getauft zu sein, bevor man den Konfirmandenunterricht antreten konnte, ist das heute kein Muss mehr. Die Taufe muss allerdings vor der Konfirmation stattfinden. Und auch wenn die Eltern selbst nicht Mitglied in der Kirche sind, steht der Segnung des Kindes nichts im Weg.

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Der Konfirmandenunterricht 

Wenn mit der Einladung und Anmeldung alles geklappt hat, kann der Unterricht beginnen. Bei den vielen kleinen Einzelheiten, die es dabei zu klären gibt, gilt allerdings: Die Lehrstunden sind von der jeweiligen Gemeinde abhängig. Grundsätzlich ist aber mindestens ein Tag in der Woche dafür reserviert. Meist treffen sich die Konfirmanden nachmittags für einige Stunden im Pfarr- oder Gemeindehaus. Auch an einigen Wochenenden im Jahr ist der Gottesdienst Pflicht. 

In den Stunden sollen die Konfirmanden einen Einblick in die biblischen Grundlagen bekommen und den christlichen Glauben kennenlernen. Auf dem Lehrplan stehen daher meist das Vaterunser, die zehn Gebote oder das Apostolische Glaubensbekenntnis. Auch Filme oder Lesungen aus der Bibel können dazu gehören. Oft macht die Gruppe mit ihrem Pfarrer auch einen Ausflug, um das Wir-Gefühl zu stärken.  

Der Unterricht, der bis auf die Material- und Ausflugskosten umsonst ist, dauert im Regelfall ein bis zwei Jahre und endet in einigen Gemeinden mit einem kleinen “Abschlusstest”, der das gelernte Wissen abfragt. Rund um Ostern findet dann oft die Konfirmation statt. 

Hinweis: Wenn du Probleme hast, das Geld für den Konfirmandenunterricht aufzubringen, kannst du beim Pfarrer und deiner Gemeinde auch um Unterstützung bitten. 

Ablauf der Konfirmation 

In einem Festgottesdienst bekennen sich die Jugendlichen zum christlichen Glauben. Durch Handauflegung gibt der Pfarrer den Konfirmanden den Segen und ihren biblischen Konfirmationsspruch, der sie ein Leben lang begleiten soll, mit auf den Weg. Der Spruch muss im Vorfeld ausgewählt werden – darüber informiert der Pfarrer aber auch im Unterricht. In einigen Kirchen wird zusätzlich zum Handauflegen auch ein Bekenntnis verlangt. Wenn alle ihren Segen erhalten haben, ziehen sie gemeinsam aus der Kirche aus. Meist folgt dann noch ein Gruppenfoto, das für immer an diesen besonderen Tag erinnern soll.  

Nach dem “Ja” zu Gott und den christlichen Werten ist es den Konfirmanden nun auch offiziell erlaubt, ein Abendmahl zu besuchen. Oft findet das direkt nach der Konfirmation statt – in einigen Gemeinden aber auch schon am Vorabend oder dann, wann es zeitlich passt.

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Nach der Segnung dürfen Konfirmanden erstmals ein Abendmahl besuchen. ©Avalon_Studio

Wenn alle Formalitäten erledigt sind, kann der entspannte Teil des Tages beginnen: die Konfirmationsfeier mit Familie, Freunden und Bekannten. Inzwischen gehört es für viele dazu, die Konfirmation im Kreise ihrer Lieben angemessen zu feiern. Manche gehen dafür mit den Eltern essen, andere laden wiederum die ganze Verwandtschaft ein – das bleibt jedem selbst überlassen. Solltest du eine große Feier planen, denke daran, alle rechtzeitig zu informieren und dich früh genug um die Planung zu kümmern.

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